Perspektivwechsel
Erfüllen macht müde. Gestalten macht wach.
Musik kann wieder freier werden - und wir mit ihr.
Kaum eine andere Kunstform ist so stark auf Reproduktion ausgerichtet wie die klassische Musik. Zwischen Selbstanspruch und Fremderwartung gefangen, konzentrieren wir uns seit der Kindheit auf Perfektion. Das bremst unser freies Musizieren.
Aus dem Wunsch nach mehr Verständnis für diese Zusammenhänge habe ich über 100 Kolleg*innen zu den Herausforderungen befragt, denen wir Musiker*innen heute begegnen. Der Wunsch nach mehr Struktur, Auftragssicherheit, weniger Stress und höheren Gagen wurde dabei sehr deutlich. Viele von uns kämpfen damit, eigene Ideen und Projekte nicht umsetzen zu können, weil wir unsere Terminkalender füllen müssen, um über die Runden zu kommen.
Wie können wir unsere Projekte authentisch verkaufen, ohne das Gefühl zu haben, ständig Klinken zu putzen? Und warum empfinden 70 % den größten Leistungsdruck durch das Urteil der Kolleg*innen?
Die Umgangsformen im klassischen Musikleben sind geprägt von alten Wertvorstellungen und Hierarchien. Oft sind wir uns gar nicht bewusst, in welchem Korsett aus Erwartungsdruck, Konkurrenz und Perfektionismus wir uns bewegen - einem Korsett, das uns klein hält und uns daran hindert, unseren Wert als Künstler*innen zu erkennen und nach außen stark zu vertreten.
Wie können wir das System von innen heraus verändern - als Einzelne und als Gemeinschaft? Lasst uns darüber sprechen, was sonst unter den Teppich gekehrt wird, und uns ein klares Bild davon machen, wie ein erfülltes, wirksames, gesundes Leben für uns als Musiker*innen aussehen könnte. Welche Schritte führen dorthin?
Das ist das Open House von MUSIC IN SPIRIT - dein Raum für Inspiration, Perspektivwechsel und Veränderung.